Was macht die Kunst?! Kai Samuels-Davis

Irgendwann einmal werde ich mich an Portraits satt gesehen haben. Irgendwann. Doch nicht heute. Die Gesichter, die Kai Samuels-Davis uns in seinen Arbeiten zeigt, sind ja auch gar nicht da. Sie wenden sich ab, sind nicht lesbar.

K_S_D_TheSearch,-Beginning2014_IntoUnconscious2015@www.kaisamuelsdavis.com

K_S_D_HeadToTheGround2014_ADeepBreath2015@www.kaisamuelsdavis.com

K_S_D_TheWait2015_TheSkyBelow2013@www.kaisamuelsdavis.com

Der Künstler hat die Gesichter seiner Protagonisten fragmentarisiert, sie in Bewegungen unkenntlich gemacht oder schlichtweg partiell mit Farbe verdeckt. Doch bevor das sein Markenzeichen wurde, hat Kai Samuels-Davis genau hingeschaut. Seine früheren Arbeiten zeigen einen direkten Blick auf die Emotionen seiner Portraitierten. Emotional berührende Gesichter schauen den Betrachter an. Und wenden sie sich ab, erkennt man dennoch in ihrer Mimik eine komplexe Gefühlswelt. Die späteren Arbeiten sind geprägt von Verzerrungen, die den Balanceakt zwischen Verstörtheit und Klarheit betonen. Die Personen sind nicht mehr greifbar, schwanken zwischen geistig und körperlich. Es sind komplexe, melancholische Portraits.

K_S_D_ByMorningLight2015_TheForgotton2014@www.kaisamuelsdavis.com

K_S_D_AnotherPlace2015_TheMemory2015@www.kaisamuelsdavis.com

K_S_D_TheDecision2013_TheBeginning2013@www.kaisamuelsdavis.com

Kai Samuels-Davis ist ein aus New York stammender Künster, der an der State University of NY Kunst studiert hat. Er ist der Ehemann der Malerin Clare Elsässer, mit der er in Inverness, Californien lebt.

K_S_D_WithTiredEyes2012_TheSuppression2011@www.kaisamuelsdavis.com

K_S_D_TheOtherV2010_TheReflectedII2009@www.kaisamuelsdavis.com

New Design: Plastik recyceln

Wir sind tagtäglich von Plastik umgeben. Unser Essen steckt in Plastikschachteln, das Smartphone-Case ist aus Plastik, wir tragen Plastiktüten mit uns, das Bio-Duschbad ist in Plastikflaschen abgefüllt, die Verteilerdose ist aus Plastik, das Autolenkrad ist aus Plastik… Und wenn die Dinge nicht mehr verwendet werden, landen sie auf dem Müll und damit in unserer schönen Umwelt. So eine Plastikflasche braucht etwa 450 Jahre bis sie verrottet ist. Aber nicht alle Vorkommen des Kunststoffes können wir mit unseren Kaufentscheidungen verhindern. Recycling ist der global einsetzbare Schlüssel, um der Überfüllung mit Plastikmüll entgegenzuwirken. Hier zwei umgesetzte Ideen dazu:

Der Amerikaner Carter Zufelt suchte nach einer praktischen Lösung und fand ein Verfahren, das alte Plastiktüten zu Objekten macht, die schön und nützlich sind.

Sein erstes Projekt war die Entwicklung zweier Möbel – ein Schemel und ein Beistelltischchen –  welche nationale Anerkennung sowie weitere Auszeichnungen bekamen. Carter Zufelt gewann den Design-Kunst-Wettbewerb von Utah sowie den von den Flint Studios ausgelobten Award. Das entstandene marmorartige Material hat er nun auch zu verschieden geformten Behältern und Blocks verarbeitet, die in seiner Serie „Müll“ zusammengefaßt sind.

seniorproject@carterzufelt.com

Cubes+1@carterzufelt.com

Muell@design-milk.com

Neue Gegenstände aus altem Material zu machen ist eine großartige Idee. „Das müßte jeder machen können, nicht nur große Unternehmen“, dachte sich Dave Hakkens aus den Niederlanden. Er entwickelte mit „Precious Plastic“ eine Reihe von DIY-Maschinen, die unerwünschten Kunststoffmüll in nutzbare Objekte und Rohmaterial verwandeln helfen.

Dave Hakkens baute die Maschinen so, dass sie zu Hause aus universellen Materialien und mit grundlegenden Werkzeugen auf der ganzen Welt nachgemacht werden können. Das Know-How wurde online zur Verfügung gestellt einschließlich der Baupläne, einer Reihe von detaillierten Lehr-Videos sowie des Download-Kits. Alles wird über Open-Source geteilt, in der Hoffnung, dass die Nutzer die Informationen teilen, die Sie bei ihrer eigenen Recycling- und produktiven Arbeit gewonnen haben.

Precious-Plastic-Dave-Hakkens01@design-milk.com

Precious-Plastic-Dave-Hakkens02@design-milk.com

Precious-Plastic-Dave-Hakkens03@design-milk.com

Schreibtischutensilo SILO

Es gibt eine Neuentwicklung aus dem Hause poimia kukkia: das Schreibtischutensilo SILO.

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SILO hält Ordnung auf dem Schreibtisch. Es ist wichtiger Helfer und formschönes Accessoire gleichermaßen. Das Schreibtischutensilo wird aus farbigem Valchromat gefräst. SILO bietet eine Ablage für Stifte, Pinsel und Lineal, zwei Fächer für Krimskrams sowie ein Fach für Notizzettel oder Post-its. An den Seiten befinden sich Schlitze, in die man Visitenkarten, Notizen oder ein Foto vom Lieblingsmensch stecken kann. Es ist ungiftig und wasserfest. SILO wird im Erzgebirge hergestellt.

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SILO ist ab sofort im Shop erhältlich.

New Design: Wooden Aquarelle

Die Arbeit der deutschen Designerin Meike Harde konzentriert sich auf mehrere Bereiche. Sie nutzt eine experimentelle konstruktive Herangehensweise ebenso wie einen konzeptionellen Ansatz, um ihre Projekten zu realisieren. Die Wooden Aquarelle sind wohl eher der ersten Methode zuzuordnen. Es geht darum, unbehandeltes Holz zu färben. Wenn sie auf die Holzoberfläche gegossen werden, zerfließen flüssige Pigmente zu zufälligen Farbverläufen, und die Töne gehen ineinander über. Das Ergebnis sind wunderschöne, ätherisch anmutende Platten, die verwendet werden, um Möbel zu konstruieren.

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Die Wooden Aquarelle gehen so: Zuerst wird eine Holzplatte in einen wasserdichten Rahmen eingespannt. Danach wird pigmentiertes Wasser kunstvoll darüber gegossen. Beeinflußt durch die Bewegung der Pigmenten im Wasser werden autonome Farbmuster gebildet. Das pigmentierte Wasser dringt sowohl in die Oberfläche ein, zugleich verdampft es, und hinterläßt ein phantasievoll gefärbtes Holz, das nach dem Trocknen klar lackiert wird. Danach können die Platten für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden, wie Wandverkleidungen, Möbel und Bodenfliesen. Wooden Aquarelle ist eine Färbetechnik für Holzoberflächen, die die Massenproduktion von individuell Unikaten ermöglicht. 

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Die Zugabe von Flüssigpigmenten auf einer hölzernen Oberfläche ergibt eine autonome Farbreaktion. Diese Technik ist Resultat einer Materialstudie von Meike Harde. Nur die Farbpalette, die für die Mischung verwendet wird, ist steuerbar. Der Färbeprozess läuft chaotisch und hinterläßt dynamische Muster.  Zufällige Farbverläufe, weiche Übergänge, polychrome Streifen und Nuancen bedecken das Holzmaterial, dessen Maserung durchscheint.

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Was macht die Kunst?! Janusz Grünspek

Janusz Grünspek macht „Zeichnungen im Raum“. Er kreierte Nachbildungen von Alltagsgegenständen mit Hilfe dünner Holzstäbchen, die er mühevoll aneinander klebt. Ein MacBook, ein Espressokocher, ein Kronleuchter und auch ganze Möbelstücke formte er aus dem zerbrechlichen Material. Die dreidimensionalen Kunst-Objekte aus Schaschlikstäbchen erscheinen fast schwerelos.

Zeichnungen_im_Raum_Atelier@januszgruenspek.de

Janusz Grünspek wurde 1970 in Wodzisław in Polen geboren. 1989, als gerade 18-Jähriger,  reiste er aus Polen aus. In den 1990ern studierte er an der Hogeschool voor de Kunsten in Arnhem (NL). Dort erlernte er die traditionellen Techniken und begann mit diesem neuen Handwerkszeug auch zu arbeiten. 2006 führte er seine Erfahrungen, Erlebnisse und eigenen Gedanken gar in einem humorvollen „Ratgeber für Künstler“ zusammen. Seit 1998 lebt und arbeitet Grünspek in Kleve.

Plattenspieler(SL1210)_MK2_2015@januszgruenspek.de

Trittroller_2009@januszgruenspek.de

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Farbeimer_Farbrolle_Pinsel_2009@januszgruenspek.de

Janusz Grünspeks Arbeiten lassen den Betrachter einen neuen Blick auf die Dinge gewinnen. Es entstehen Objekte, die Freude wecken, wenn man sie wiedererkennt und ihrer skulpturalen Zartheit und Leichtigkeit wegen nun neu zu sehen beginnt. Auffallend ist die große Liebe zum Detail. Auf der Suche nach seinem Material experimentierte der Künstler zuerst mit Zündhölzern, mit denen er eigenständige Objekte gestaltete, die ihm jedoch bald zu klein wurden. So wandte er sich schließlich den jetzt verwendeten feinen Holzstäben zu, die er in einem handwerklich anspruchsvollen Verfahren mit Heißkleber zusammenleimt, unter Dampf biegt und schließlich zu teilweise zimmerhohen filigranen Objekten des Alltags komponiert.

MacPowerBook_2009@januszgruenspek.de

Espressokocher_2011@januszgruenspek.de

Die_Krone_2015@januszgruenspek.de

BauerT30_2011@januszgruenspek.de

Marker_2015@januszgruenspek.de

New Design: Air Chair

Der Air Chair ist wie sein Name schon sagt eine ganz leichte Sache. Der ukrainische Designer Sergei Kotsepup kreierte diesen super minimalistischen Stuhl. Er ist einfach im Design und Zusammenbau, das Metallgestell ist klar und elegant, und zugleich weckt er ein Industrial-Gefühl.

Air-Chair_single-Sergei-Kotsepup@formandthread.com

Der Air Chair ist ein minimalistischer Stuhl für die Kaffeepause, denn neben seiner Symmetrie zwischen Beinen und Rückenteil überrascht er mit der horizontalen Linie, dem Holzbrett, das als Sitzfläche dient und zugleich Abstellmöglichkeit für die Kaffetasse daneben ist. Dieser Stuhl ist der Ort für das kurze Verweilen, die kleine Kaffeepause zwischendurch. Kein Sessel zum Hineinkuscheln, sondern ein Möbelstück, das praktisch zwei Verwendungen zusammenfaßt und zudem günstig in der Herstellung und einfach in der Montage ist.

Air-Chair-Sergei-Kotsepup@formandthread.com

Air-Chair-construct_Sergei-Kotsepup@formandthread.com

Sergei Kotsepup geht von einer waagerechten Symmetrie mit zwei Teilen aus. Die Rücken- und Armlehne wird von den Beinen mittels eines Brettes aus Hartholz geteilt. Dieses Brett dient als Sitz sowie als Ablage. Es wird mittels Schrauben am farbigen gebogenen Stahlrohrgestell befestigt. Dieser Sitz-Tisch ist das zentrale Teil des Stuhles, das ihn als definiert, was er ist.

Air-Chair_back-Sergei-Kotsepup@formandthread.com

Der Air Chair befindet sich noch im Designprozess und wartet auf seine Produktion, um im Alltagstest zu bestehen.

Was macht die Kunst?! Nicole Kegel

Und wieder ein Fundstück aus Leipzig. Ja, ich habe eine besondere Beziehung zu der Stadt. Und zu ihren Künstlern. Bei einem Aufenthalt in der Leipziger Spinnerei habe ich die Arbeiten von Nicole Kegel entdeckt, die dort ihr Atelier hat.

NicoleKegel-Train2013

NicoleKegel-Sidewalk2014

Ihre Bilder sind von einer herrlichen Melancholie getragen. Einsamkeit und poetische Verklärtheit ergießen sich auf die Leinwand – in meinem Kopf spielt eine Ballade. Die Figuren sind zerbrechlich, die Straßen menschenleer, es ist Winter und immer wieder Flugzeuge. Aneinandergereiht ergäbe sich ein klasse trauriger Film und tatsächlich verwendet Nicole Kegel teils Filmstills- oder Fotos als Vorlage.

NicoleKegel-Aeroplane2014

NicoleKegel-H2012

NicoleKegel-Heimat2015

NicoleKegel-Justine2014

Nicole Kegel hat Malerei an der HGB (Hochschule für Graphik und Buchkunst) in Leipzig bei Professor Arno Rink und Neo Rauch studiert. 2001 schloß sie ihr Studium erfolgreich ab, nachdem sie Meisterschülerin bei Arno Rink war.

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NicoleKegel-OhneTitel2012

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New Design: Clamp Tray

Clamp Tray ist ein Entwurf des schwedischen Designerkollektives NAVET. Clamp Tray ist ein Accessoir fürs Zuhause, ein extra Mini-Regal an der Fensterbank, am Bücherregal oder in der Küche. Eine helfende Hand in Form eines Tabletts, wo man extra Stauraum braucht oder ein Stilleben arrangieren möchte. Gemacht ist es aus pulverbeschichtetem Stahl und Messing. Es gibt eine Ausführung in 15 cm sowie in 25 cm Durchmesser, in weiß, grün, burgunder oder rosé.

Die Idee hinter Clamp Tray ist recht klar: man befestige ein Tablett an einer Schraubzwinge. Die allerdings kommt sehr elegant daher, Clamp Tray wird mit einer großen formschönen Messingschraube am jeweiligen Objektträger festgemacht. Mit etwas Abstand thront das Tablett, dessen Rand unterschiedlich hoch ist. Generell besticht Clamp Tray durch moderne, elegante Farbenm die es zu einem Hingucker machen.

navet_001@navetsthlm.com

Clamp Tray begann als ein Essen- und Trinken-Experiment in einer Gallerie in Östermalm, Stockholm an einem Frühlingsabend 2012. Bislang gibt es das Produkt in ausgewählten Geschäften in Stockholm. Desweiteren arbeiten die kreativen Köpfe hinter NAVET an Gegenständen, Events und Innenräumen.

navet003@pinterest.com

navet_002@pinterest.com

Was macht die Kunst?! Daniel Horowitz

Ich war im vergangenen Herbst beim Galerierundgang auf dem Spinnereigelände in Leipzig. Dort wird das sog. LIA – das Leipzig International Art Programme – praktiziert. Hierbei werden internationale Künstler aus allen Disziplinen gefördert. Die Künstler bekommen eins von fünf möblierten Ateliers à 83 qm als Arbeits- und Wohnraum für einen Zeitraum von drei oder sechs Monaten. Es finden drei Spinnereirundgänge (Januar, April, September) und eine Sommer- und Winterausstellung (Juli, Dezember) auf dem Gelände statt, bei denen sich die LIA-Künstler präsentieren. Zudem steht jedem Künstler die Teilnahme an einer kuratierten Gruppenausstellung zu. Die Wirkungsstätte von Daniel Horowitz war im letzten September solch ein LIA-Atelier. Ich war da und entdeckte den für mich bis dato unbekannten Künstler.

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Daniel Horowitz malt, zeichnet, fertigt Collagen und Installationen. Seine Kunst verbindet Realismus und Surrealismus. In seinen Bildern drücken sich teils gesichtslosen Menschenfiguren gegen bizarre Landschaften und Architektur in fantastischen Szenen. Gegenstände und Körper sind verdreht oder überstreckt und verschmelzen zu surrealen Figuren. Horrowitz verändert die ursprüngliche Natur von Objekten hin zu unstimmigen Figurenpaarungen. Kopf ergießt sich in Milch, Arm wird Bein, Schnauze wird Faden, Beine erstarren zu Kristallen und ein Trekker erntet die Deplphinfrau. Zudem finden sich noch ein paar humorvolle Seitenhiebe, Traumvorstellungen und Deutungsspielerein – alles zusammen das, was mich seit jeher an den Künstlern der Neuen Leipziger Schule begeistert.

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Der Künstler selbst sieht seinen Ausflug nach Leipzig so: „Ich entschied mich ostwärts zu gehen, um das Spannungsfeld des Eigenartigen und des Profanen zu entdecken und zu beschreiben. Dieses Projekt (LIA) ist das Protokoll eines Malers der eine Fahrt rückwärts zur alten Welt in das Unheimliche macht. Zu einem Ort vieler Paradoxien; Ideale und Albträume, Sozialismus und Kapitalismus, Romantik und Realismus, gruselige Monster und Supercreeps. In Leipzig kommen diese Eigenarten zum Tragen.“

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Daniel Horowitz ist nicht nur Maler, er ist auch Illustrator. Er erfreut sich bereits größter Beliebtheit bei Zeitschriften und Verlagen in den USA, hat in der New York Times, in GQ, im The Wall Street Journal und dem American Reader veröffentlicht. Daniel Horowitz wurde 1978 in New York in eine künstlerische Familie mit osteuropäischem Hintergrund geboren. Als Kind hatten die Werke der sog. Polnischen Schule des Plakatdesigns einen enormen Einfluss auf ihn. Unter sowjetischer Besatzung beauftragte der Staat Poster von den führenden Künstlern Polens für Theater, Zirkus und – oft westliche – Filme. Diese Filmplakate sind mittlerweile legendär für ihre Schönheit, Eleganz und vor allem individuelle Interpretation. Das Plakat war weniger Werbung als Interpretation des Films. Fürwahr fällt es schwer ein weiteres Beispiel in der Geschichte zu finden, bei dem die Linien zwischen Malerei, Grafikdesign und Illustration so verschwinden. Im Laufe der Zeit entwickelte Horowitz Sehnsucht danach, ähnliche Bilder selbst zu erstellen. Nach dem Abschluß am Art Center College of Design in Pasadena, Californien, USA, 2001 konnte er mehrere Jahre damit verbringen, Unterricht bei den Plakat-Meistern in Warschau zu nehmen und mit ihnen zu arbeiten. Heute lebt und arbeitet Daniel Horowitz in Brooklyn, New York.

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New Design: Små Ting

Ein gesundes neues Jahr wünsche ich! Auch für dieses Jahr gilt: Alles wird neu.

An Små Ting ist neu, daß es aussieht, als wäre es aus einem einzigen Stück gebogenem Holz hergestellt. Das verleiht seinem Aussehen einen skulpturalen Charme.

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Im eigentlichen ist Små Ting (kleines Ding) eine Form, die man unterschiedlich einsetzen kann. Der Grundbau bleibt gleich – ein zur Rolle gebogenes Holzbrett – man kann es aber verschieden anbringen, um beispielsweise einen Spiegel an der langen Seite anzubringen. Oder man kann es umdrehen und mit Haken versehen. In die Rolle kann man Sachen legen, ebenso auf sie. Desweiteren läßt sich die Rolle seitlich verschließen, für geschlossenen Stauraum.

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Zudem ist Små Ting ziemlich platzsparend – nicht sehr breit, nicht sehr tief. Eine ideale Garderobenlösung meine ich. Die formschöne Ablage ist flexibel einsetzbar.

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Johanna Paulsson zeichnet für Små Ting verantwortlich. Die schwedische Designerin gründete ihr Label Hus15 nach ihrem Master-Abschluss in Produkt- und Interior Design an der Royal Danish Academy of Fine Arts, Hochschule für Gestaltung. Johanna Paulsson, die ihr Studio im südschwedischen Ängelholm betreibt, findet, daß kleine Dinge den Unterschied machen. „Unser Bedarf an Stauraum ist persönlich und verändert sich ständig. Heute leben wir oft in kleinen Räumen, haben viele Dinge und leben ein hektisches Leben. Mein Wunsch ist es, die Zwischenlagerung von kleinen Dingen für den Alltag zu erleichtern. Dies ist mein Beitrag, eine skulpturale und günstige Stauraumlösung, die Ihre Bedürfnisse erfüllt.“

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