Was macht die Kunst?! Nicole Kegel

Und wieder ein Fundstück aus Leipzig. Ja, ich habe eine besondere Beziehung zu der Stadt. Und zu ihren Künstlern. Bei einem Aufenthalt in der Leipziger Spinnerei habe ich die Arbeiten von Nicole Kegel entdeckt, die dort ihr Atelier hat.

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Ihre Bilder sind von einer herrlichen Melancholie getragen. Einsamkeit und poetische Verklärtheit ergießen sich auf die Leinwand – in meinem Kopf spielt eine Ballade. Die Figuren sind zerbrechlich, die Straßen menschenleer, es ist Winter und immer wieder Flugzeuge. Aneinandergereiht ergäbe sich ein klasse trauriger Film und tatsächlich verwendet Nicole Kegel teils Filmstills- oder Fotos als Vorlage.

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Nicole Kegel hat Malerei an der HGB (Hochschule für Graphik und Buchkunst) in Leipzig bei Professor Arno Rink und Neo Rauch studiert. 2001 schloß sie ihr Studium erfolgreich ab, nachdem sie Meisterschülerin bei Arno Rink war.

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New Design: Clamp Tray

Clamp Tray ist ein Entwurf des schwedischen Designerkollektives NAVET. Clamp Tray ist ein Accessoir fürs Zuhause, ein extra Mini-Regal an der Fensterbank, am Bücherregal oder in der Küche. Eine helfende Hand in Form eines Tabletts, wo man extra Stauraum braucht oder ein Stilleben arrangieren möchte. Gemacht ist es aus pulverbeschichtetem Stahl und Messing. Es gibt eine Ausführung in 15 cm sowie in 25 cm Durchmesser, in weiß, grün, burgunder oder rosé.

Die Idee hinter Clamp Tray ist recht klar: man befestige ein Tablett an einer Schraubzwinge. Die allerdings kommt sehr elegant daher, Clamp Tray wird mit einer großen formschönen Messingschraube am jeweiligen Objektträger festgemacht. Mit etwas Abstand thront das Tablett, dessen Rand unterschiedlich hoch ist. Generell besticht Clamp Tray durch moderne, elegante Farbenm die es zu einem Hingucker machen.

navet_001@navetsthlm.com

Clamp Tray begann als ein Essen- und Trinken-Experiment in einer Gallerie in Östermalm, Stockholm an einem Frühlingsabend 2012. Bislang gibt es das Produkt in ausgewählten Geschäften in Stockholm. Desweiteren arbeiten die kreativen Köpfe hinter NAVET an Gegenständen, Events und Innenräumen.

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Was macht die Kunst?! Daniel Horowitz

Ich war im vergangenen Herbst beim Galerierundgang auf dem Spinnereigelände in Leipzig. Dort wird das sog. LIA – das Leipzig International Art Programme – praktiziert. Hierbei werden internationale Künstler aus allen Disziplinen gefördert. Die Künstler bekommen eins von fünf möblierten Ateliers à 83 qm als Arbeits- und Wohnraum für einen Zeitraum von drei oder sechs Monaten. Es finden drei Spinnereirundgänge (Januar, April, September) und eine Sommer- und Winterausstellung (Juli, Dezember) auf dem Gelände statt, bei denen sich die LIA-Künstler präsentieren. Zudem steht jedem Künstler die Teilnahme an einer kuratierten Gruppenausstellung zu. Die Wirkungsstätte von Daniel Horowitz war im letzten September solch ein LIA-Atelier. Ich war da und entdeckte den für mich bis dato unbekannten Künstler.

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Daniel Horowitz malt, zeichnet, fertigt Collagen und Installationen. Seine Kunst verbindet Realismus und Surrealismus. In seinen Bildern drücken sich teils gesichtslosen Menschenfiguren gegen bizarre Landschaften und Architektur in fantastischen Szenen. Gegenstände und Körper sind verdreht oder überstreckt und verschmelzen zu surrealen Figuren. Horrowitz verändert die ursprüngliche Natur von Objekten hin zu unstimmigen Figurenpaarungen. Kopf ergießt sich in Milch, Arm wird Bein, Schnauze wird Faden, Beine erstarren zu Kristallen und ein Trekker erntet die Deplphinfrau. Zudem finden sich noch ein paar humorvolle Seitenhiebe, Traumvorstellungen und Deutungsspielerein – alles zusammen das, was mich seit jeher an den Künstlern der Neuen Leipziger Schule begeistert.

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Der Künstler selbst sieht seinen Ausflug nach Leipzig so: „Ich entschied mich ostwärts zu gehen, um das Spannungsfeld des Eigenartigen und des Profanen zu entdecken und zu beschreiben. Dieses Projekt (LIA) ist das Protokoll eines Malers der eine Fahrt rückwärts zur alten Welt in das Unheimliche macht. Zu einem Ort vieler Paradoxien; Ideale und Albträume, Sozialismus und Kapitalismus, Romantik und Realismus, gruselige Monster und Supercreeps. In Leipzig kommen diese Eigenarten zum Tragen.“

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Daniel Horowitz ist nicht nur Maler, er ist auch Illustrator. Er erfreut sich bereits größter Beliebtheit bei Zeitschriften und Verlagen in den USA, hat in der New York Times, in GQ, im The Wall Street Journal und dem American Reader veröffentlicht. Daniel Horowitz wurde 1978 in New York in eine künstlerische Familie mit osteuropäischem Hintergrund geboren. Als Kind hatten die Werke der sog. Polnischen Schule des Plakatdesigns einen enormen Einfluss auf ihn. Unter sowjetischer Besatzung beauftragte der Staat Poster von den führenden Künstlern Polens für Theater, Zirkus und – oft westliche – Filme. Diese Filmplakate sind mittlerweile legendär für ihre Schönheit, Eleganz und vor allem individuelle Interpretation. Das Plakat war weniger Werbung als Interpretation des Films. Fürwahr fällt es schwer ein weiteres Beispiel in der Geschichte zu finden, bei dem die Linien zwischen Malerei, Grafikdesign und Illustration so verschwinden. Im Laufe der Zeit entwickelte Horowitz Sehnsucht danach, ähnliche Bilder selbst zu erstellen. Nach dem Abschluß am Art Center College of Design in Pasadena, Californien, USA, 2001 konnte er mehrere Jahre damit verbringen, Unterricht bei den Plakat-Meistern in Warschau zu nehmen und mit ihnen zu arbeiten. Heute lebt und arbeitet Daniel Horowitz in Brooklyn, New York.

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New Design: Små Ting

Ein gesundes neues Jahr wünsche ich! Auch für dieses Jahr gilt: Alles wird neu.

An Små Ting ist neu, daß es aussieht, als wäre es aus einem einzigen Stück gebogenem Holz hergestellt. Das verleiht seinem Aussehen einen skulpturalen Charme.

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Im eigentlichen ist Små Ting (kleines Ding) eine Form, die man unterschiedlich einsetzen kann. Der Grundbau bleibt gleich – ein zur Rolle gebogenes Holzbrett – man kann es aber verschieden anbringen, um beispielsweise einen Spiegel an der langen Seite anzubringen. Oder man kann es umdrehen und mit Haken versehen. In die Rolle kann man Sachen legen, ebenso auf sie. Desweiteren läßt sich die Rolle seitlich verschließen, für geschlossenen Stauraum.

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Zudem ist Små Ting ziemlich platzsparend – nicht sehr breit, nicht sehr tief. Eine ideale Garderobenlösung meine ich. Die formschöne Ablage ist flexibel einsetzbar.

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Johanna Paulsson zeichnet für Små Ting verantwortlich. Die schwedische Designerin gründete ihr Label Hus15 nach ihrem Master-Abschluss in Produkt- und Interior Design an der Royal Danish Academy of Fine Arts, Hochschule für Gestaltung. Johanna Paulsson, die ihr Studio im südschwedischen Ängelholm betreibt, findet, daß kleine Dinge den Unterschied machen. „Unser Bedarf an Stauraum ist persönlich und verändert sich ständig. Heute leben wir oft in kleinen Räumen, haben viele Dinge und leben ein hektisches Leben. Mein Wunsch ist es, die Zwischenlagerung von kleinen Dingen für den Alltag zu erleichtern. Dies ist mein Beitrag, eine skulpturale und günstige Stauraumlösung, die Ihre Bedürfnisse erfüllt.“

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Was macht die Kunst?! Yan Ruilin

„I’m an independent wood-making artist from Taiwan. Enjoy my work, enjoy life.“, so stellt sich der Holz-Künstler Yan Ruilin auf seiner Facebook-Seite vor.

Yan-Ruilin@facebook

Vieles weiß man über den handwerklichen Meister nicht, es gibt nicht viel mehr als besagte Facebook-Seite. Man weiß jedoch, daß er schon mehrere Skulpturen-Serien gefertigt hat, die bereits in Ausstellungen installiert waren. Was man an seiner Figurenserie allerdings zweifelsohne ablesen kann, ist sein großes Wissen über verschiedene Arten von Holz. Er verwendet ganz unterschiedliche Hölzer, kombiniert sie und nutzt ihre Maserungen geschickt für figürliche Effekte. Seine meist um die 20 cm großen Figuren zeugen von naiver Phantasie. Sie sind inspiriert von Fabelwesen, geliebten Kinderbuchcharakteren oder Manga-Comicfiguren. Sie sind unschuldig, sie nehmen einen mit in den Märchenwald, man schließt sie sofort ins Herz.

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Yan_Ruilin@bumood.com

https://www.facebook.com/細活閻瑞麟木工創作-154152428077527

 

New Design: Offline Chair

Ich bin dann mal auf Tauchstation. Weg. Abgekoppelt von der Außenwelt. Ich setze mich in einen Sessel und bin analog, allein mit mir. Genau das passiert im Offline Chair der polnischen Designerin Agata Nowak.

Agata_Nowak_Offline_Chair@designboom.com

Das gepolsterte Möbel bietet einen Raum, wo der Benutzer entspannen kann. Zur primären Funktion des Sessels gehört zusätzlich eine spezielle Offline-Tasche, in der mobile und Wi-Fi-Signale blockiert werden. Kein Mobiltelefon wird hier klingeln.

Agata_Nowak_Offline_Chair@urdesignmag.com

Agata_Nowak_Offline_Chair_phone@urdesignmag.com

Agata_Nowak_Offline_Chair_offlinepocket@inhabitat.com

Der Sessel besticht zudem mit spannendem Rundstab-Design. Er ist mit weichem Stoff gepolstert und offeriert einen gemütlichen, intimen, komfortablen und leisen Raum für seinen Benutzer. Die Seiten und die Lehne sind aus einem Guß und über Kopf hoch. Zuoberst schließt eine gepolsterte Kuppe den Sessel-Kokon ab. Man fühlt sich sicher und abgeschirmt von der Umgebung.

Agata_Nowak_Offline_Chair_seat@inhabitat.com

Agata_Nowak_Offline_Chair@inhabitat.com

Der Offline Chair ist Agata Nowaks Abschlussprojekt im Masterstudium Möbeldesign an der Hochschule für Bildende Künste in Poznan, Polen. 2013 bereits machte die Jungdesignerin ihren Bachelor an der DeMontfort Universität in Leicester, UK.

Agata_Nowak_Oflline_Chair@design-milk.com

 

Was macht die Kunst?! Daniel Mullen

Daniel Mullen heißt der Mann, der unten stehende Kompositionen erschafft. Die Arbeiten sind abstrakt, aber dennoch Architektur: wir sehen Kuben, Linien, Perspektiven, die in Architekturzeichnungen verwendet werden. Referenzen an Baupläne und der Flirt mit der Moderne sind beabsichtigt.

Resurrecting-the-Monumental@design-milk.com

Connecting_spaces@danielmullen

Harmonizing_Utopia@danielmullen

Farbe, Tape und Bleistift auf unbehandeltem Canvas, rohe Leinwand, sind die Werkzeuge, die Daniel Mullen dazu dienen, Raum und seine Präsenz zu hinterfragen. Die Arbeit versucht diese durch Bewegung, Fragmentierung und den Einsatz von Perspektive zum Ausdruck bringen. Es liegt im Auge des Betrachters, Ausmaß und Grenzen des Gezeigten festzumachen.

The-architects-retreat@design-milk.com

The-Architect@design-milk.com

Suspended_in_space@danielmullen

„Ich nähere mich meiner Leinwand mit einem räumlichen Bewusstsein für den Aufbau des Bildes, als ob er eine physische Existenz hätte. Das resultierende Bild verschiebt sich hin und her zwischen Solidität und einen flüchtigen Moment des Bewusstseins.“, sagt der Künstler zu seiner Arbeitsweise. „Es ist die angedeutete Art der Strukturen, mit denen ich hoffe, den Betrachter anzuregen um neue Verbindungen herzustellen, die darüber hinaus gehen, was physikalisch möglich ist.“

Spatial_dynamics@danielmullen

Rendering-the-fundamentals@design-milk.com

Daniel Mullen wurde 1985 in Glasgow, Schottland, geboren. Schon als Kind war Mullen von konstruierten Räumen fasziniert, dies in Kombination mit Lego wurde zum Spielplatz für seine Phantasie. Mullen studierte von 2006 bis 2011 in Amsterdam an der Gerrit Rietveld-Universität Malerei. Dort experimentierte er mit Medien und Gegenständen, bis sich ab 2010 seine Interessen und Techniken immer mehr verfestigten zu einer ersten Reihe von Werken, die die Grundlage für sein Schaffen bis heute bilden. Im Jahr 2012 wurde Mullen für den Büning Brongers Preis für Malerei nominiert. Im selben Jahr war er auch einer der Finalisten des TV-Programms de Nieuwe Rembrant. Mullen hat im In- und Ausland, vor allem in New York und Berlin ausgestellt. Im Jahr 2014 wurde er für die Koninklijke prijs für schilder (Der Niederländische Königspreis für Malerei) nominiert.

Constructing-the-tower@design-milk.com

New Design: Sqish

Ich habe ein neue Pflanze im Atelier. Einen dreistämmigen Gummibaum mit unzähligen großen Blättern. Hingegen landläufiger Meinungen muß man die XL-Pflanze allerdings doch öfter gießen. Derzeit dient mir als Gießkanne wahlweise der Wasserkocher oder eine leere Plastikflasche. Beides nicht das Gelbe vom Ei. Ich hätte gern diese Gießkanne: die Sqish von Mark R.

Sqish@gearhungry.com

Sqish ist ein besonders platzsparendes Modell. Sie hat flexible Seitenwände aus Canvas, wodurch sich die Gießkanne nach dem Gebrauch auf ein geringes Volumen zusammendrücken läßt. Sqish ist dann nur 2,5 cm breit. Stabilität erhält die Konstruktion durch einen Kunststoffrahmen in den der Henkel, der Einfüllstutzen sowie der Ausguß integriert sind. Der Ausguß wiederum läßt sich einklappen.

Sqish@uebergizmo.com

Sqish_02@uebergizmo.com

Über den Designer weiß man nichts, außer daß er aus Aurora, Ohio, USA kommt und auf der Erfinder-Plattform quirky einige Ideen für Heim und Haushalt vorgestellt hatte. Die Sqish-Gießkanne war auf dieser Seite als Prototyp vorgestellt, jedoch habe ich sie bislang noch nirgendwo zum Kauf angeboten gesehen. Deshalb sei hier der Aufruf gestartet: Wer diese im Verkauf findet oder eine andere schöne und platzsparende Gießkanne weiß, sagt es mir bitte. Danke.

Sqish@quirky

Was macht die Kunst?! Levalet

Ich mag Street Art. Kunst im öffentlichen Raum belebt, eröffnet neue An- und Einsichten und im besten Falle erzählt sie uns etwas. Dinge über den Ort, Dinge über den Künstler oder Dinge über uns und die Zeit in der wir leben. Alles möglich. In Berlin gibt es immer wieder sehr schöne Street Art, ganz oft auch großformatig. Die Arbeiten von Levalet habe ich hier jedoch noch nie gesehen.

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Levalet heißt mit bürgerlichem Namen Charles Leval, ist Franzose und wurde 1988 in Epinal im Vogesen-Gebirge geboren. Er wuchs allerdings in Guadeloupe in der Karibik auf. Einem Ort, der ihn erstmalig mit Kunst im urbanen Raum konfrontierte. Nach dem Studium der bildenden Künste in Straßburg, das er 2012 abschloß, begann er seine Arbeiten in den Straßen von Paris zu platzieren.

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Was mich immer wieder bei Levalets Bildern fasziniert, ist, wie sich seine Protoagonisten in den vorhandenen Raum fügen. Es ist nicht nur so, daß sie die umgebende Architektur ein wenig miteinbeziehen, sie benutzen sie, werden teilweise eins mit ihr. Giebel, Vorsprünge, Fenstersimse, Absätze, Zierrat an Häusern und Wänden werden zu einem Teil der Bilder. Nicht selten bewegt sich das in seinen Bildern Erzählte an der Grenze zum Absurden. So werden beispielsweise Ladestationen für Elektroautos zur Elektrotanke für erschlaffte Urbanisten oder die Löschwasserstation in einem öffentlichen Gebäude zum Getränkespender für einen badebemantelten Morgenmuffel. Toll auch seine überraschenden Momente, wie wenn er seine Protagonisten – maskierte Gangster mit Sack und Klebeband – direkt neben einen Fahrstuhl positioniert, so als warteten sie auf den Nächsten, der aus dem Lift steigt, um ihn zu verschleppen. Etwas gruselig, etwas lustig, auf jeden Fall einfallsreich. Allzu gemütlich wird es in Levalets Bildern sowieso nicht. Wir treffen auf Verstörte, auf Deprimierte, auf Leute, die versuchen einer menschenfressenden Maschinerie zu entkommen. Levalet hat ein gutes Auge für alltägliche Absurditäten und zugespitzte Situationen kurz vor ihrer Explosion.

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Der Künstler schafft auch Werke für den Innenraum, die man gut in Gallerien zeigen kann. Gern nimmt er auch hier Objekte, wie Koffer, Rahmen, Möbel, einen Federballschläger als Requisit, das das Bild entweder begrenzt und damit den Fokus steuert bzw. das direkt ins Erzählte eingreift.

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Mittlerweile hat Levalet seine Arbeiten in vielen nationalen, internationalen und auch Einzelausstellungen zeigen können. Auf Facebook zeigt er seine aktuellen Werke in vielen Bilderstories.

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Beistelltisch KALUSTO @ Month Of Design in Ljubljana, Slovenien

Ich nehme an einer internationalen Designausstellung in Ljubljana, Slovenien teil. Vom 20. Oktober bis zum 20. November werden in einer ehemaligen Druckerei im Stadtinneren Arbeiten von insgesamt 190 Designern aus ganz Europa ausgestellt. Ich bin einer von ihnen.
http://monthofdesign.com/portfolio-items/side-table-calusto/?portfolioID=13177

Als mich die Kuratorin Maja Celik im August zur Veranstaltung einlud, war ich verwundert. Schließlich hatte ich KALUSTO, der Tisch, der Exponat ist, gerade erst drei Tage zuvor auf meine Seite gestellt. Als Prototyp.
Beim Verpacken und Versenden hatte ich totale Panik, daß der Tisch beim Transport kaputt gehen könnte. Immerhin war er das einzige Modell, daß ich bislang von ihm hatte. KALUSTO stand bereits in der Kunstausstellung Parachutes Landing im Sommer beim Kunst am Spreeknie-Festival und hat den Ab- und wiederholten Aufbau wieder einmal hervorragend überstanden. Eine sehr gute Polsterung und Beschriftung der Einzelteile (siehe Foto) tat wohl auch ihr übriges dazu.

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Beim Month Of Design ist KALUSTO nicht allein. Er hat wunderbare Möbelkollegen aus ganz Europa aber auch Modedesigns, irre Accessoires, ein bisschen High Tech und sogar Autos zur Gesellschaft. Die Ausstellung Brands & Signs, die Hauptausstellung für neues Design, ist vielfältig und wirklich sehenswert.

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Daneben gibt es natürlich noch einen Award zu vergeben, Workshops (auch für Kinder!) finden statt sowie Fachvorträge und Treffen mit der Industrie. Die Abendveranstaltung ArtFusion rundet das Rahmenprogramm ab. Der Month Of Design legt sich ins Zeug, die Ausstellung will nicht weniger sein, als das größte Festival von Design und Kreativität in Süd-Ost-Europa. Ich bin total begeistert und stolz, daran teilnehmen zu dürfen.

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Und hier mein Ausstellungsbeitrag: KALUSTO. Mittlerweile gibt es den Beistelltisch im Shop.

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