DKW – Dieselkraftwerk Cottbus

Das dkw in Cottbus bekommt von mir das Prädikat “Ausgezeichnet”. Es ist eines meiner liebsten Museen, allein schon deswegen, weil ich mich sehr in seine Architektur verliebt habe.

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1926 beschließt der Magistrat der Stadt Cottbus, den Bau eines Dieselkraftwerkes auf der Mühleninsel, einem kleinen Stück Land in einer Senke unweit der Innenstadt. Nach dem Baubeginn am 4. April 1927 findet die offizielle Einweihung des Dieselkraftwerkes schon ein Jahr später, am 1. April 1928 im Rahmen der Feierlichkeiten zu 25 Jahre Elektrizität Cottbus statt. Die architektonische Gestaltung des Industriebaus bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit. Lausitzer Organe kommentierten die herbe Schönheit des Äußeren seinerzeit mit: Kein maurisches Schloss, sondern unser neues Dieselwerk.

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Für den Bau wird sich für in der Region erzeugten Klinker entschieden, für dessen Herstellung die Ilse Bergbau AG in Großräschen beauftragt wird. Die Klinker sind sehr schmal und erinnern an das sog. Klosterformat. Abhängig vom Eisengehalt wirkt die Färbung des Klinkers in gelben, roten, braunen bis zu blauen und schwarzen Nuancen, die insgesamt zur Lebendigkeit des Gebäudes beitragen. Bei der Farbgestaltung des Baus könnte man von einem expressionistischen Dreiklang aus Feuerrot (Fensterrahmen), Taubenblau (Stahltüren) und Türkis (Fliesenspiegel in Ullersdorfer Spaltvierteln) sprechen. Der gezielte Einsatz von Farben als gliedernde Architekturelemente ist typisch für die Bauzeit der 1920er Jahre. (Ich liebe es…)

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Nach nur dreißig Jahren Betriebszeit erfolgt 1959 die Einstellung der Stromerzeugung im Dieselkraftwerk, da das Netz der großen Fernübertragungsleitungen ausgebaut wurde und sich in den 50er Jahren der Betrieb kleiner dezentraler Kraftwerke überholte. In den 60er Jahren wird unter der Leitung der VEB Energieversorgung Cottbus eine Transformatorenwerkstatt eingerichtet. Dazu muss der Dieselgenerator abgebaut werden. Das Schalthaus ist ebenfalls seit Mitte der sechziger Jahre außer Betrieb. 1975 , als Zeugnis der Industriekultur und Energie-Erzeugungstechnik, wird das Dieselkraftwerk unter Denkmalschutz gestellt. Nach diversen Neuordnungen der 1990er Jahre erfolgt 1999 die endgültige Beräumung des Maschinen- und Umformerhauses. Das Dieselkraftwerk geht Ende 2001 in städtisches Eigentum über. 2005 ist Baubeginn, nachdem 2002 die Architekten Anderhalten aus Berlin den europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb zu Sanierung und Umbau für sich entschieden. Am 8. Mai 2008, genau achtzig Jahre nach der ersten Inbetriebnahme des Gebäudes, wird die offizielle Wiedereröffnung des Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus am neuen Standort gefeiert.

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Heute umfaßt die Sammlung des Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus mehr als 23.000 Kunstwerke der Gattungen Malerei, Skulptur, Graphik, Fotografie und Plakatkunst. Ich war schon mehrmals dort und wurde noch nie enttäuscht.

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Derzeit werden im dkw drei ganz exzellente Ausstellungen gezeigt: “Wir müssen den Schleier von unseren Augen reißen”: Fotografien und Collagen von Alexander Rodtschenko und der russische Avantgarde, “Konstellation I”: Gemälde von Günther Friedrich (!!!) sowie “ausschnittsweise”: Werke im Anschnitt von Matthias Körner, Martin Tiede und Cristof Yvoré.

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Günther_Friedrich_Bildnis_eines_Jugendlichen_1964@www.kunstausstellungen.de

Martin-Tiede-Tisch-I-2007@www.niederlausitz-aktuell.de

Hier noch einige Impressionen vom wunderbaren dkw in Cottbus mit der Leiterin Ulrike Kremeier.

Was macht die Kunst?! Calvin Seibert

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Es ist Sommer. Urlaubssaison. Das heißt für viele Sonne, Meer, Strand. Für den New Yorker Calvin Seibert ist der Strand mehr als nur ein Sommer-Vergnügen, es ist sein Arbeitsplatz. Denn die Sandburgen, die er so im Sande baut, sind ambitioniert. Mit Eimer und spezialgefertigten Plastikschaufeln zieht er los und stellt spektakuläre modernistische Sandburgen in die Landschaft.

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Calvin Seibert besuchte die New York Art School. “Ich sehe eine Menge Kunst und Architektur: von George Groszs Malerei zu Paul Rudolphs Gebäuden. Ich bin ein Architektur-Tourist, bin ich in einer fremden Stadt, verfolge ich deren Architektur. Mein Geschmack ist ziemlich besonders; ich werde an der Sagrada Familia in Barcelona vorbeigehen, sie sehen, aber dann den Kopf abwenden ab zu einem verlassenen brutalistischen Kraftwerk.”

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Wind, Wellen, Passanten, spielende Kinder und Möwen sind die Feinde von Seiberts Skulpturen. Zur Stabilisierung der Bauten benötigt er bis zu 500 Liter Wasser. Seine Bauten haben dennoch nur kurzen Bestand: “Am Strand von Coney Island sind sie binnen Minuten weg. Am Jones Beach stehen sie oft ein, zwei Tage und ich kann stimmungsvolle Fotos in der Morgendämmerung machen.”  Er beginnt seine Werke ohne viele Pläne: “Ich mache Skizzen im Laufe des Jahres, habe sie aber nur im Hinterkopf, wenn ich anfange. Ich starte selten mit einem konkreten Plan, nur mit der vagen Aufgabe, jedes Mal etwas anderes zu formen. Sobald die Gebäude beginnen Gestalt anzunehmen, sehe ich wohin die Dinge laufen, und entweder folge ich der Straße oder versuche, dem etwas Unerwartetes entgegenzusetzen.”

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Passion ist das Schlagwort für die Werke von Calvin Seibert: “Ich füge immer noch etwas hinzu, und wenn es die Zeit erlaubte, würde ich nicht aufhören.” Laut Seibert ist Sandburgen bauen so etwas wie ein Test: Die Natur ist gegen Dich, und man muß sich beeilen, um die Bauten fertigzustellen. Am Ende macht genau das den Reiz seiner Arbeit aus.

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Willkommen in meinem neuen Atelier!

Willkommen

Ich habe ein neues Atelier. Ich bin mit Sack und Pack nach Johannisthal in die ehemalige Stasi-Kaserne gezogen. Ein Bau, dessen Charme sich erst auf den zweiten Blick offenbart. Vielleicht erinnert Ihr Euch, so sah´s aus, als ich einzog. Zwei Monate später erstrahlt der Raum in leuchtendem weiß, der Boden ist sauber, ein flauschiger Teppich liegt aus. Mein Arbeitstisch von Egon Eiermann, diverse Vintage-Stühle und -Lampen und mein geliebter Damen-Schreibtisch aus den 50ern zogen mit um. An einer Wand erstreckt sich ein riesiges Regal, das all meine Materialien, Verpackungsmaterial und Modelle beherbergt. Davor steht eine alte Werkbank mit Do-It-Yourself-Unterschrank auf Rädern. Das Sofa bekam ebenfalls Räder, so kann ich es zur Seite rollen, wenn ich Freiraum fürs Fotografieren benötige. Ich bin total begeistert über so viel Raum, in dem ich meine Prototypen auch mal ausstellen kann.

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New Design: Ania Kanicka

Die polnische Designerin Ania Kanicka hat viele Freunde. Freunde aus Fell. Kameraden aus Kindertagen holt sie in die Welt der Erwachsenen.
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Der plüschige Polar Bear Chair z. B. wartet mit einigen raffinierten Details auf: Drückt man die Pfote, leuchten seine Augen. Er hat ein extra Fell, das man als Decke verwenden kann. Sitzen kann man natürlich auch auf ihm.
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Die Yeti Cloud habe ich 2013 auf dem DMY Design Festival entdeckt. Im Inneren der plüschbezogenen Installation befinden sich Membrane, die bei Berührung Atembewegungen und -geräusche machen. Die Illusion eines lebenden Organismus wird in die kuschelige Hülle eines Spielkameraden aus Kindertagen verpackt. Wie oft habe ich mir als Kind gewünscht und sehr lebhaft vorgestellt, mein Teddy würde wirklich leben. Ich bin begeistert von den Objekten von Ania Kanicka.
Die interdisziplinär arbeitende Designerin wurde 1986 geboren. Sie studierte u.a. an der Akademie der Bildenden Künste in München.
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Beim diesjährigen DMY Design Festival in Berlin durften die Besucher auf The Bear schaukeln. Wenn man dem übergroßen Kuscheltier am Schwanz zieht, beginnen seine Augen zu leuchten. Nach den Beweggründen zu diesem plüschigen Objekt befragt, erklärt die Designerin: “Für mich geht es darum, daß wir uns mehr wie Kinder verhalten sollten. Wir sind als Erwachsene verhalten uns nicht mehr so wie wir als Kinder waren. Ich würde wirklich gerne die Menschen glücklicher zu machen, wenn sie ein paar Augenblicke zurück an ihre Kindheit denken.”

Letzte Ausstellung im Schalterraum: Parachutes Landing

Das von mir stark genutzte und sehr geschätzte Netzwerk Schöneweide Kreativ betreibt seit 2014 den Schalterraum – die Projektgalerie für Kunst, Arbeit und Geld – in der Wilhelminenhofstraße 82a in Berlin-Schöneweide. Nach reichlich einem Jahr steht nun die vorerst letzte Ausstellung im Schalterraum auf dem Plan. Anlässlich des 2015 stattfindenden Kunst am Spreeknie-Festivals vom 03. bis 12. Juli wird im Schalterraum PARACHUTES LANDING gezeigt. 13 in Schöneweide und München tätige Künstler und Designer haben sich unter der Leitung von Bildhauerin/Modekünstlerin Cornelia Kohler zusammengefunden, um diese Veranstaltung zu initiieren.

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Präsentiert werden Arbeiten verschiedener Disziplinen aus Mode, Produkt- und Möbeldesign sowie bildende Kunst in einem zusammenfassenden poetischen Bild. Die Installation von Cornelia Kohler – einem Ort zwischen Wolken und Wasser – bildet den künstlerischen Rahmen. Von der Decke hängen beleuchtete Wolken, der Boden wird durch eine Wasserfläche zum Spiegel, dazwischen hängen und stehen die Exponate. Vor jedem Ausstellungsstück der Teilnehmer befinden sich Kopfhörer mit einer Soundsequenz – ein Geräusch, ein Musikstück oder ein Rezitat. Desweiteren gibt es einen kleinen Pop-up-Shop sowie Kaffee und Snacks. Am 6. Juli ab 18:00 Uhr findet die Vernissage statt. poimia kukkia präsentiert vor Ort einen brandneuen Möbelentwurf.

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Parachutes Landing – im Schalterraum – Wilhelminenhofstr. 82a, Berlin-Schöneweide
Vernissage: 6. Juli 2015 – 18 Uhr
Ausstellung: 7. – 12. Juli 2015, 13-20 Uhr

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Kunst am Spreeknie – verschiedene Veranstaltungsorte in ganz Schöneweide
3. – 12. Juli 2015
www.kunstamspreeknie.de

Was macht die Kunst?! Christer Karlstad

“Traumbilder kurz vorm Einschlafen – ein eingefrorener Augenblick mit Menschen und Tieren im Schattenland der Natur.” So titelte einst eine Osloer Zeitschrift über den norwegischen Maler Christer Karlstad. Das trifft es.

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Karlstad ist ein Symbolist, der das Seelenleben, Träume, Zeichen erforscht. Referenzen an die sog. Präraffaeliten (engl. Künstlergruppe, Mitte d. 19. Jh., Schwerpunkt detailgetreue Naturdarstellung) sowie die Symbolisten zur Zeit der Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert sind vom Maler beabsichtigt. Zur gleichen Zeit scheinen Zitate der Populärkultur durch, Ideen hinter dem Wald, wie man sie vielleicht in den Filmen von David Lynch wiederfindet. Assoziationen mit Twin Peaks (meine erklärte Lieblingsserie) sind nicht von der Hand zu weisen.

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In Karlstads Bildern geht es um die menschliche Entfremdung zu Natur und Tieren. Viele der Werke behandeln Themen wie Weltuntergang, Endzeit oder Ökologie. “Ich möchte eine Erzählung, ein psychologisches Bild, zum Ausdruck bringen; der Inhalt des Bildes ist mehr als nur die einzelnen Elemente, die man sieht. Die Wirklichkeitswahrnehmung des Bildbetrachters interessiert mich.”, so der Künstler.

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Die Kompositionen und Raumlösungen in Christer Karlstads Bildern sind originell und überzeugend. Formale Kniffe, wie die Gruppierung oder perspektivische Verkürzungen der Personen erinnern an Renaissancemalerei. Karlstad kann´s, denn er hat in der Academy of Fine Arts in Oslo bei Professor Jan Sæther von 1996-2002 alle Stilepochen der klassischen figurativen Malerei erlernt.

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Der Maler Christer Karlstad wurde 1974 in dem kleinen Ort Rælingen, nahe Oslo geboren. Er wuchs auf einem Bauernhof auf. Die Initialzündung zu seiner künstlerischen Karriere erfuhr er im Alter von 5, 6 Jahren als er bei einem Nachbarn das Bild “Waterfall im unteren Telemark” des Malers August Cappelen sah.

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Karlstad malt in Öl, am liebsten auf Canvas. Vor dem Malen macht er ganz oldschool eine Vorzeichnung mit Kohle. Die Fertigstellung der Gemälde dauert Monate. “Ich gehe mit meiner Kamera in die umliegenden Parks und Wälder und mache Skizzen. Natur, Tiere und Leute sind an sich schon inspirierend. Aber der erste Einfall zu einem Bild kommt für gewöhnlich kurz vorm Einschlafen, kurz bevor das Gehirn in Ruhemodus fährt. Ich komme zu dem Schluß, daß die meisten meiner Ideen aus der Angst heraus geboren werden. Angst vor jeder Art von Verlust und Angst vor Veränderung. Gleichzeitig ist da eine Sehnsucht nach einem Ende und einem Neubeginn.”

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Gefragt nach seinen Inspirationen gibt der Künstler eine lange Liste mit mit Künstlern und Stilrichtungen an, wie z.B. den Manieristen Bronzino, Caravaggio, Goya und Romantiker wie Casper David Friedrich. Ebenso Symbolisten wie den Belgier Fernand Khnopff. “Praktisch jede Variation der romantischen Epoche ist wichtig für mich. Alles von viktorianischer Illustration über die Präraffaeliten hin zu französischer Salonmalerei. ” Karlstad liebt Musik von Dmitri Shostacovich, Franz Schubert und des Percussionisten Egisto Macchi. “Das, und Kartoonisten wie Windsor McKay und Chris Ware bedeuten mir mehr als “Contemporary Art”.”

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Christer Karlstad lebt heute in der Kleinstadt Drammen nahe Oslo in einem Haus, in dem er auch sein Studio hat.

New Design: PopUp Linen

Pop­Up Linen ist ein Kleiderschrank der niederländische Designerin Renate Nederpel, den ich beim DMY entdeckt habe. Der Kleiderschrank wird aus Baumwollstoff und Holzstäben gefertigt. Der stoffliche Teil ist so konstruiert, daß man den Schrankkörper flach zusammenfalten kann, wenn man die Stäbe entfernt. Damit ist der PopUp Linen ein flexibles Möbel, das man bequem transportieren kann.

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Der weiche faltbare Korpus des Kleiderschranks ruht auf 4 Stäben aus Kiefernholz, die durch den Korpus geschoben werden und mit Metallringen, die an der Ober- und Unterseite der Stoffkonstruktion angebracht sind, verbunden sind. So erhält der Korpus seine Form. Zwei kleinere Kiefernstäbe, die zwischen die Beine gespannt sind, tragen den gesamten Schrankkörper.
Im Inneren des Schrankkorpus befinden sich eine Metallstange, Holzelemente und ein Kordelzug, mit dessen Hilfe, an den hölzernen Türgriffen befestigt, die Schranktüren geöffnet und in Position gehalten werden können.
Durch das Absteppen der einzelnen Teile des Korpus erhält er seine faltbare Konstruktion. Extra Stoff-Flügel an den Ecken verursacht, daß der ganze Rumpf in einer einfachen Bewegung flach zusammengeklappt werden kann. So ist der ganze Entwurf in einem flachen Paket versendbar.

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Renate Nederpel entwirft Möbel, die weich und freundlich daherkommen. Leichte Konstruktionen mit attraktiven Texturen in milden Farben, die ein warmes, wohliges Wohngefühl vermitteln. Besondere Details und erfinderische Lösungen zeichnen insbesondere den PopUp Linen aus. Die Wahl des Materials ist überraschend. Die 1985 geborene Renate Nederpel ist Absolventin des Holz- und Möbelcolleges MBO in Amsterdam und studierte an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste Möbeldesign. 2014 wurde ihr der D’SIGN AWARD Publikumspreis für PopUp Linen in derKategorie Home Design verliehen.

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Website: www.renatenederpel.nl

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Die NACHTSCHICHT – Berlin Design Night – kommt nach Schöneweide! Auf Initiative von Schöneweide Kreativ, die
Vernetzungsplattform für Kreativschaffende in besagtem Stadtteil, öffnen erstmals auch in Schöneweide 12 Designstudios, Mode-Ateliers und Werkstätten ihre Türen und geben spannende Einblicke in ihre Räume und Arbeiten.

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Am 12. Juni, von 19 bis 24 Uhr, öffnen in ganz Berlin mehr als 90 Akteure der Berliner Kreativwirtschaft die Türen zu ihren Agenturen, Studios, Ateliers, Showrooms und Werkstätten. Das Event bietet Interessierten eine einzigartige Chance, hinter die Kulissen von Design-Netzwerken, Möbel- und Produktdesignern, Architekturbüros, Verlagen, Mode-Ateliers, Showrooms, Illustratoren und Kunsthandwerkern zu schauen. Dieses Jahr findet die Veranstaltung, die von Create Berlin iniziiert wird, zum vierten Mal statt.

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Schöneweide Kreativ präsentiert im Rahmen der NACHTSCHICHT eine kuratierte Gemeinschaftsausstellung der Designer, Modemacher und kreativen Produzenten am Standort im SchauRaum, Schillerpromenade 7a. Der SchauRaum ist während der Nachtschicht zentrale Anlauf- und Infostelle sowie Startpunkt des Rundgangs durch die Werkstätten und Studios in Schöneweide. Um 18 Uhr wird die NACHTSCHICHT in Schöneweide und der Schöneweide Kreativ – SchauRaum durch Bezirksbürgermeister Oliver Igel eröffnet.
Von 19 bis 24 Uhr haben die teilnehmenden Studios geöffnet. Ab 24 Uhr findet bei KAOS auf der Veranda direkt an der Spree ein Abschlusskonzert mit Drinks und Snacks statt.
Für Besucher ist das Event kostenlos. Tickets oder Anmeldung sind nicht erforderlich. Ein Bus-Shuttle-Service mit Anbindung an die Innenstadt wird bereit gestellt.

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12. Juni 2015, 18 – 24 Uhr “Schauraum” Schöneweide Kreativ | Schillerpromenade 7a | Überblickspräsentation mit Beteiligung weiterer lokaler Designer, so auch poimia kukkia… http://www.schoeneweidekreativ.de/?akteur=anett-finkel-traeger

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Am Samstag findet in der Neuen Heimat der HEIMAT BAZAAR statt. Der Markt bietet einen Ort, an dem innovative Designer und Künstler ihre Kollektionen und Kunstwerke präsentieren können.

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Ab 12 Uhr kann man durch die Kunst- und Designschätze der verschiedensten Austeller und Händler schlendern und anschließend auf der Sonnenterrasse einen Happen von den verschiedenen Streetfood-Ständen probieren. Abends erwarten dann nebenan DJs die Gäste an den Turntables, und diverse Pop-up-Bars warten mit ihren Drink-Kreationen auf. Das alles macht den HEIMAT BAZAAR zu dem bunten Marktplatz: Entdecken, staunen und genießen ist die Devise!

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Der HEIMAT BAZAAR befindet sich in der Neuen Heimat auf dem RAW-Gelände in der Revaler Str. 99, Tor 3, Halle 16.

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poimia kukkia bekommt ein neues Atelier

Ich ziehe um. Meine Arbeitshöhle ist mir zu klein geworden, deshalb müssen größere Räumlichkeiten her. Das war nicht ganz so einfach. In Berlin sind bezahlbare Atelierräume mittlerweile Mangelware. Ich wollte aber unbedingt ein Atelier mit Flair und kein häßliches Billig-Teppich-verseuchtes Plastik-Büro. Nahe an Zuhause sollte´s bitte auch sein. Die Suche hat nun ein Ende, in Adlershof am ehemaligen Flugplatz Johannisthal bin ich fündig geworden.

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In dem Gebäude am Groß-Berliner Damm, das in den 1930ern errichtet wurde, war erst die Wehrmacht zu Hause, später die Rote Armee. Dann wurde der Komplex von der Staatssicherheit zu militärischen Zwecken und anschließend von der Telekom genutzt. Den Charme von Jugendwerkhof hat das Gelände noch immer. An dem spröden Bau hat sich über die Jahrzehnte nicht viel getan. Die obere Etage stand seit 1999 leer, vor zwei Jahren zog dort die Kunstkaserne, eine Atelier- und Galeriegemeinschaft, ein und sanierte die Räume in Eigenregie.

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Meinen neuen Raum muß ich jetzt auch erst mal renovieren. Es gilt Unmengen von Dreck und Schutt wegzuputzen, es muß komplett neu gestrichen werden, unansehnliche Kabelkanäle müssen verschwinden, Lackschäden müssen ausgebessert werden. Die Fenster brauchen neuen Kitt und unter extremen Verschmutzungen verbirgt sich eigentlich ein herrlicher Industrieboden, den es gilt, wiederzubeleben. Viel Arbeit, doch ich freue mich auf das Ergebnis. Der Raum ist toll und wenn ich fertig mit ihm bin, wird das ein Schmuckstück sein, das mir Fläche zum Werken und Raum zum Denken geben wird.

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