New Design: Blue Goose Verpackungsdesign

Blue Goose ist eine kanadische Bio- & natürliche Lebensmittelmarke, die eine sog. vertikale Integration praktiziert. Sie lebt von der Philosophie, dass, wenn Sie sich um Ihr Land und Ihre Tiere kümmern, werden die sich auch um Sie kümmern. Blue Goose produziert derzeit organisches und natürliches Rindfleisch, Geflügel sowie Fisch für den kanadischen Markt. 1992 wurde das Unternehmen von Doug Sinclair in Cariboo, British Columbia, gegründet, der die Entscheidung traf, seine Familie fortan mit guten Produkten selbst zu versorgen.

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Der Designer Sid Lee entwickelte für Blue Goose die Markenpräsenz, ihre Identität und das Verpackungsdesign. Gemeinsam mit dem Illustrator Ben Kwok aus Los Angeles entwickelte er die Verpackungen für Rind, Huhn und Fisch, wobei deren Zeichnungen auf den Produkten wahre Kunstwerke sind. So ansprechend verpackte Lebensmittel habe ich auf dem deutschen Markt noch nicht gesehen. Ben Kwok ist bekannt für sehr aufwendige Tierzeichnungen. Er ist Absolvent der California State University in Long Beach und arbeitet für viele international bekannte Marken.

 

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Das Blue Goose-Logo ist ein eigenständiges Objekt, das am besten funktioniert, wenn man es mit den hübschen typographischen Ideen kombiniert. Aber die Zeichnungen sind das, was die Identität der Marke ausmacht. Die detaillierte Darstellung heiterer, friedvoller Szenen innerhalb der Tiere definiert Blue Goose als Hersteller hochqualitativer Produkte. Bei der Verpackung kommen alle Gestaltungselemente zusammen ohne Konfusionen. Nichts wirkt überladen, nichts springt einen aggressiv an: Blue Goose-Logo, die Wortmarke, eine Illustration, die Inhaltsangabe sonst nur das frische Produkt. Geordnet durch und durch. Desweiteren ist die Verwendung von dunkelblauer Farbe auf hellem Grund einheitlich auf allen Verpackungen ein weiterer, sehr gut funktionierender Indikator für das Gefühl ein luxuriöses Produkt in den Händen zu halten.

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Was macht die Kunst?! Mária Švarbová – Swimming Pool

Von Hallenbädern geht eine Faszination aus. Sie sind ein Ort jenseits der Zeit. Alles ist blau und weit. Ein von der Außenwelt abgeschotteter Raum, in dem Klarheit, Sauberkeit und puristische Ästhetik herrscht. Man taucht im wahrsten Sinne des Wortes in eine andere Welt ein.

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Die Fotos aus der Serie Swimming Pool von Mária Švarbová sind traumgleiche Wirklichkeit. Der Fokus liegt auf Minimalismus und Reinheit. Die Pastellfarben und die surrealistischen Elemente lösen Gefühle aus. Die Bilder erinnern mich an alte verblichene Polaroidfotos. Sie sehen vintage aus, sind aber von heute. Man könnte spontan auch an Gemälde denken. Mir gefällt der Bildaufbau und daß zwischen den pastosen Traum-Nebeln ein kräftiger Farbpunkt hier und da heraussticht.

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Mária Švarbová weiß in ihren Arbeiten Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ihr Stil ist clean, kalt, streng – ihre Bilder sind exakte Kompositionen, athmosphärisch dicht, minimalistisch und haarscharf bemessen. Es ist Surrealismus, der die Grenzen des gesetzten Realismus nicht überschreitet, nur ein kleiner Schritt daneben.
Die Protoagonisten sind allein in den Untiefen ihrer Umgebung. Sie verharren in ihrer Bewegung. Die Farben sind weich, die Pastelltöne sind verschwommen, gedimmt, wie ein blinder Nebel, der die Gedanken verlangsamt und die Wahrnehmung der Dinge berauscht. Den Verstand verlieren in dieser Luftblase ist einfach und seltsam, heimtückisch, aber fesselnd. Man hat Angst, aber man kann sich nicht bewegen.

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Mária Švarbová wurde 1988 in Bratislava, Slovakei geboren. Sie ist studierte Restauratorin und Archeologin und fotografiert seit 2010. Márias Arbeiten waren u.a. bereits in der amerikanischen Vogue und auf den Covers des Fotografie-Magazins DODHO sowie der Zeitschrift FotoVideo. Sie gewann die Goldmedaille des größten Fotografie-Salons Trierenberg Super Circuit in Österreich. Demnächst startet ihre Ausstellungstour durch 80 Gallerien weltweit.

Maria_Svarbova_Swimmingpool_04@mariasvarbova.com

New Design: Prism Nightlight

Das Prism Nightlight ist eine Nachttischlampe, die der amerikanische Deisgner Nicholas Baker designt hat. Das Nachtlicht kommt ohne Schalter und Kabel aus. Es wird mit Batterien betrieben und wird durch Kippen wie eine Wippe ein- und ausgeschaltet.

Prism@nicholas-baker.com

Die Herausforderung bei Prism war, eine Nachtbeleuchtung zu schaffen, die es leicht macht, sich zu orientieren und den Lichtschalter zu finden, dabei aber nicht das Gehirn in voller Aktivität stimuliert, wenn man mitten in der Nacht aufwacht. Normale Nachttischlampen haben einen Drehschalter oder kleine Kippschalter. Normale Lampen sind ebenfalls sehr hell, was das Gehirn stimuliert und es einem schwieriger macht, wieder einzuschlafen. Das Prism Nightlight löst diese Probleme durch einen simplen Kippmechanismus. Das Licht leuchtet auf, wenn man die Leuchte kippt, was es viel leichter macht wenn man im Dunklen nach dem Lichtschalter tastet. Das Licht wird genug gedimmt, um das Gehirn nicht zu stimulieren, ist aber hell genug, um den Bereich um einen herum zu beleuchten. Schöne Idee.

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Prism02@nicholas-baker.com

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Nicholas Baker war Student am Savannah College of Art and Design (SCAD) in Georgia und wurde gebeten, ein Produkt inspiriert von den Idealen eines bemerkenswerten Designers zu schaffen. Baker wählte den Designer Naoto Fukasawa, dessen „ohne Gedanken“-Philosophie darauf abzielte, die dem Objekt innewohnenden Möglichkeiten kenntlich zu machen, so daß die Menschen, die mit den Objekten interagieren daran das Design erkennen.

Prism04@nicholas-baker.com

Was macht die Kunst?! Céline Germés

Die Bilder von Céline Germès sind mir beim Frühjahrsrundgang in Leipzigs Spinnerei aufgefallen. Dort wurde ich in eine Bildwelt hineingezogen, die mich spontan an Filmdokumentationen über Unruhen in einigen europäischen Großstädten vor kurzer Zeit erinnerten. Wütende Jugendliche auf den Straßen von Kopenhagen oder Paris, die Schaufenster einschlugen und Feuer legten. Rauch- und Nebelschwaden auf dunklen Straßen waren wie die Fußabdrücke der gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Genau so sieht die Kulisse auf Céline Germès Bildern aus. Undeutlich, verzerrt, voller Nebel – wie mit unruhiger Hand mit dem Handy fotografiert.

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Dazwischen gibt es Werke, die die Protagonisten deutlich zeigen. Auflehnung, Gruppendynamik – inszenierte Jugendkultur. Der Stein wurde geworfen, das Pferd ist gestürzt. Momentaufnahmen, die in stimmungsvolles Licht getaucht vorm Dunklen der Nacht an Theaterszenen erinnern. Oder an Fotografie. Doch mit der Fotografie hat die Künstlerin aufgehört, weil das Medium digitalisiert wurde. Die Unmittelbarkeit, der Überraschungsmoment ging verloren.

Celine-Germes-UntitledCrowd_2013@galeriemokum.com

Celine_Germes_Sortie-de-scène-2-2015@galeriemokum.com

Celine_Germes_Sortie-de-scène-1_2015@galeriemokum.com

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Céline Germès arbeitet mit verschiedenen Vorlagen aus Zeitungen oder Internetdatenbanken. Das können Zeugnisse historischen Geschehens oder auch private, aus dem täglichen Leben herausgezogene, Erinnerungen sein. „Die Zeit ist auf meiner Seite. Bilder sind in Bewegung – immer.“, sagt die Künstlerin. Sie malt, um den Fluß der Bewegung einige Zeit lang aufzuhalten, ihn einzufrieren und zu analysieren. Der Blick bleibt fotografisch neutral. „Die Handlung erscheint da, wo die Gesten verschwinden.“

Celine_Germes_Untitled_Window_2013@cargocollective.com

Céline Germès wurde 1978 geboren. Sie hat an der Kunsthochschule in Marseille (Frankreich) studiert. Sie lebt und arbeitet heute in Leipzig und Toulouse.

 

New Design: Egg Map

Alte Karten oder auch neue Stadtpläne haben ihren Reiz. Wenn sie aufgefaltet flach auf dem Wohnzimmerboden liegen und man darüber kriechend die nächste Reiseroute durch den schwedischen Wald festlegt. Doch unterwegs haben wir sicher alle schon einmal unsere Nerven verloren durch diese überdimensionalen Faltpläne. Während wir eigentlich die Schönheiten der Umgebung ansehen wollen, kämpfen wir mit Himmelsrichtungen und dem Papierwust.

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Man kann natürlich zum Handy greifen und digitale Karten nutzen. Doch der ungarische Industriedesigner Dénes Sátor dachte sich, daß das keinen Spaß macht. Zumal ein Handy auch geübten Händen entgleiten und herunterfallen kann. Ein etwaiger Sturz auf das historische Pflaster der angesagten Metropole macht der Egg Map hingegen gar nichts aus. Man kann sie quetschen, treten, an die Wand werfen – die Egg Map ist dank ihrer Flexibilität einfach unzerstörbar. Sie ist zu 100 % mit Luft gefüllt, damit wiegt sie so gut wie nichts. Zudem ist sie aus wasserfestem Material gefertigt, um Regen, Schlamm und Schnee zu trotzen.

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Die mobile analoge Karte aus weichem Material paßt perfekt in die Hand und hat manuelles Zoomen – einfach durch Quetschen. Der Stadtplan ist so auf der Egg Map aufgebracht, daß jedes Viertel seine eigene Farbe hat. Durch detailliertes Quetschen zoomt man tiefer in die Karte hinein und findet mehr Informationen über Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Nahverkehr oder die nächstliegenden Restaurants. Der Effekt ist genial: man drückt das bunte Ei, ein Stadtplan wird sichtbar. Dann quetscht man noch ein wenig weiter und sieht ein detailliertes Straßennetz. Man zoomt sich ein Detail heran und bekommt noch nützliche Touristentipps.

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Die Egg Map gewann 2015 als kreativstes Projekt den Highlights of Hungary Contest.

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Pre-Order und Bestellung auch für Deine Stadt unter: https://www.facebook.com/eggmaps

Was macht die Kunst?! Kai Samuels-Davis

Irgendwann einmal werde ich mich an Portraits satt gesehen haben. Irgendwann. Doch nicht heute. Die Gesichter, die Kai Samuels-Davis uns in seinen Arbeiten zeigt, sind ja auch gar nicht da. Sie wenden sich ab, sind nicht lesbar.

K_S_D_TheSearch,-Beginning2014_IntoUnconscious2015@www.kaisamuelsdavis.com

K_S_D_HeadToTheGround2014_ADeepBreath2015@www.kaisamuelsdavis.com

K_S_D_TheWait2015_TheSkyBelow2013@www.kaisamuelsdavis.com

Der Künstler hat die Gesichter seiner Protagonisten fragmentarisiert, sie in Bewegungen unkenntlich gemacht oder schlichtweg partiell mit Farbe verdeckt. Doch bevor das sein Markenzeichen wurde, hat Kai Samuels-Davis genau hingeschaut. Seine früheren Arbeiten zeigen einen direkten Blick auf die Emotionen seiner Portraitierten. Emotional berührende Gesichter schauen den Betrachter an. Und wenden sie sich ab, erkennt man dennoch in ihrer Mimik eine komplexe Gefühlswelt. Die späteren Arbeiten sind geprägt von Verzerrungen, die den Balanceakt zwischen Verstörtheit und Klarheit betonen. Die Personen sind nicht mehr greifbar, schwanken zwischen geistig und körperlich. Es sind komplexe, melancholische Portraits.

K_S_D_ByMorningLight2015_TheForgotton2014@www.kaisamuelsdavis.com

K_S_D_AnotherPlace2015_TheMemory2015@www.kaisamuelsdavis.com

K_S_D_TheDecision2013_TheBeginning2013@www.kaisamuelsdavis.com

Kai Samuels-Davis ist ein aus New York stammender Künster, der an der State University of NY Kunst studiert hat. Er ist der Ehemann der Malerin Clare Elsässer, mit der er in Inverness, Californien lebt.

K_S_D_WithTiredEyes2012_TheSuppression2011@www.kaisamuelsdavis.com

K_S_D_TheOtherV2010_TheReflectedII2009@www.kaisamuelsdavis.com

New Design: Plastik recyceln

Wir sind tagtäglich von Plastik umgeben. Unser Essen steckt in Plastikschachteln, das Smartphone-Case ist aus Plastik, wir tragen Plastiktüten mit uns, das Bio-Duschbad ist in Plastikflaschen abgefüllt, die Verteilerdose ist aus Plastik, das Autolenkrad ist aus Plastik… Und wenn die Dinge nicht mehr verwendet werden, landen sie auf dem Müll und damit in unserer schönen Umwelt. So eine Plastikflasche braucht etwa 450 Jahre bis sie verrottet ist. Aber nicht alle Vorkommen des Kunststoffes können wir mit unseren Kaufentscheidungen verhindern. Recycling ist der global einsetzbare Schlüssel, um der Überfüllung mit Plastikmüll entgegenzuwirken. Hier zwei umgesetzte Ideen dazu:

Der Amerikaner Carter Zufelt suchte nach einer praktischen Lösung und fand ein Verfahren, das alte Plastiktüten zu Objekten macht, die schön und nützlich sind.

Sein erstes Projekt war die Entwicklung zweier Möbel – ein Schemel und ein Beistelltischchen –  welche nationale Anerkennung sowie weitere Auszeichnungen bekamen. Carter Zufelt gewann den Design-Kunst-Wettbewerb von Utah sowie den von den Flint Studios ausgelobten Award. Das entstandene marmorartige Material hat er nun auch zu verschieden geformten Behältern und Blocks verarbeitet, die in seiner Serie „Müll“ zusammengefaßt sind.

seniorproject@carterzufelt.com

Cubes+1@carterzufelt.com

Muell@design-milk.com

Neue Gegenstände aus altem Material zu machen ist eine großartige Idee. „Das müßte jeder machen können, nicht nur große Unternehmen“, dachte sich Dave Hakkens aus den Niederlanden. Er entwickelte mit „Precious Plastic“ eine Reihe von DIY-Maschinen, die unerwünschten Kunststoffmüll in nutzbare Objekte und Rohmaterial verwandeln helfen.

Dave Hakkens baute die Maschinen so, dass sie zu Hause aus universellen Materialien und mit grundlegenden Werkzeugen auf der ganzen Welt nachgemacht werden können. Das Know-How wurde online zur Verfügung gestellt einschließlich der Baupläne, einer Reihe von detaillierten Lehr-Videos sowie des Download-Kits. Alles wird über Open-Source geteilt, in der Hoffnung, dass die Nutzer die Informationen teilen, die Sie bei ihrer eigenen Recycling- und produktiven Arbeit gewonnen haben.

Precious-Plastic-Dave-Hakkens01@design-milk.com

Precious-Plastic-Dave-Hakkens02@design-milk.com

Precious-Plastic-Dave-Hakkens03@design-milk.com

Schreibtischutensilo SILO

Es gibt eine Neuentwicklung aus dem Hause poimia kukkia: das Schreibtischutensilo SILO.

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SILO hält Ordnung auf dem Schreibtisch. Es ist wichtiger Helfer und formschönes Accessoire gleichermaßen. Das Schreibtischutensilo wird aus farbigem Valchromat gefräst. SILO bietet eine Ablage für Stifte, Pinsel und Lineal, zwei Fächer für Krimskrams sowie ein Fach für Notizzettel oder Post-its. An den Seiten befinden sich Schlitze, in die man Visitenkarten, Notizen oder ein Foto vom Lieblingsmensch stecken kann. Es ist ungiftig und wasserfest. SILO wird im Erzgebirge hergestellt.

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SILO ist ab sofort im Shop erhältlich.

New Design: Wooden Aquarelle

Die Arbeit der deutschen Designerin Meike Harde konzentriert sich auf mehrere Bereiche. Sie nutzt eine experimentelle konstruktive Herangehensweise ebenso wie einen konzeptionellen Ansatz, um ihre Projekten zu realisieren. Die Wooden Aquarelle sind wohl eher der ersten Methode zuzuordnen. Es geht darum, unbehandeltes Holz zu färben. Wenn sie auf die Holzoberfläche gegossen werden, zerfließen flüssige Pigmente zu zufälligen Farbverläufen, und die Töne gehen ineinander über. Das Ergebnis sind wunderschöne, ätherisch anmutende Platten, die verwendet werden, um Möbel zu konstruieren.

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Die Wooden Aquarelle gehen so: Zuerst wird eine Holzplatte in einen wasserdichten Rahmen eingespannt. Danach wird pigmentiertes Wasser kunstvoll darüber gegossen. Beeinflußt durch die Bewegung der Pigmenten im Wasser werden autonome Farbmuster gebildet. Das pigmentierte Wasser dringt sowohl in die Oberfläche ein, zugleich verdampft es, und hinterläßt ein phantasievoll gefärbtes Holz, das nach dem Trocknen klar lackiert wird. Danach können die Platten für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden, wie Wandverkleidungen, Möbel und Bodenfliesen. Wooden Aquarelle ist eine Färbetechnik für Holzoberflächen, die die Massenproduktion von individuell Unikaten ermöglicht. 

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Die Zugabe von Flüssigpigmenten auf einer hölzernen Oberfläche ergibt eine autonome Farbreaktion. Diese Technik ist Resultat einer Materialstudie von Meike Harde. Nur die Farbpalette, die für die Mischung verwendet wird, ist steuerbar. Der Färbeprozess läuft chaotisch und hinterläßt dynamische Muster.  Zufällige Farbverläufe, weiche Übergänge, polychrome Streifen und Nuancen bedecken das Holzmaterial, dessen Maserung durchscheint.

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Was macht die Kunst?! Janusz Grünspek

Janusz Grünspek macht „Zeichnungen im Raum“. Er kreierte Nachbildungen von Alltagsgegenständen mit Hilfe dünner Holzstäbchen, die er mühevoll aneinander klebt. Ein MacBook, ein Espressokocher, ein Kronleuchter und auch ganze Möbelstücke formte er aus dem zerbrechlichen Material. Die dreidimensionalen Kunst-Objekte aus Schaschlikstäbchen erscheinen fast schwerelos.

Zeichnungen_im_Raum_Atelier@januszgruenspek.de

Janusz Grünspek wurde 1970 in Wodzisław in Polen geboren. 1989, als gerade 18-Jähriger,  reiste er aus Polen aus. In den 1990ern studierte er an der Hogeschool voor de Kunsten in Arnhem (NL). Dort erlernte er die traditionellen Techniken und begann mit diesem neuen Handwerkszeug auch zu arbeiten. 2006 führte er seine Erfahrungen, Erlebnisse und eigenen Gedanken gar in einem humorvollen „Ratgeber für Künstler“ zusammen. Seit 1998 lebt und arbeitet Grünspek in Kleve.

Plattenspieler(SL1210)_MK2_2015@januszgruenspek.de

Trittroller_2009@januszgruenspek.de

WalthamW104_und_AudiocassetteC60_2011@januszgruenspek.de

Farbeimer_Farbrolle_Pinsel_2009@januszgruenspek.de

Janusz Grünspeks Arbeiten lassen den Betrachter einen neuen Blick auf die Dinge gewinnen. Es entstehen Objekte, die Freude wecken, wenn man sie wiedererkennt und ihrer skulpturalen Zartheit und Leichtigkeit wegen nun neu zu sehen beginnt. Auffallend ist die große Liebe zum Detail. Auf der Suche nach seinem Material experimentierte der Künstler zuerst mit Zündhölzern, mit denen er eigenständige Objekte gestaltete, die ihm jedoch bald zu klein wurden. So wandte er sich schließlich den jetzt verwendeten feinen Holzstäben zu, die er in einem handwerklich anspruchsvollen Verfahren mit Heißkleber zusammenleimt, unter Dampf biegt und schließlich zu teilweise zimmerhohen filigranen Objekten des Alltags komponiert.

MacPowerBook_2009@januszgruenspek.de

Espressokocher_2011@januszgruenspek.de

Die_Krone_2015@januszgruenspek.de

BauerT30_2011@januszgruenspek.de

Marker_2015@januszgruenspek.de